
Bekam von Bezirksrätin Petra Beer einen Elefant als Maskottchen geschenkt: Ivo Holzinger
Die Memminger SPD hat am vergangenen Samstag ihren Kandidaten für die Wahl zum Oberbürgermeister bestimmt. Die Nominierung des Amtsinhabers Dr. Ivo Holzinger war dabei schon seit Wochen klar. Die anwesenden Mitglieder schenkten ihm jetzt ihr Vertrauen und wählten ihn einstimmig zum Kandidaten. Zuvor hatte Holzinger seine wichtigsten Ziel für die Zukunft Memmingens erläutert.
Rund 140 Interessierte kamen in den voll besetzten kleinen Saal der Stadthalle, um an der Nominierungsveranstaltung der Memminger SPD teilzunehmen. Neben den 75 stimmberechtigten SPD-Mitgliedern kamen auch viele, die sich einfach über das Wahlprogramm Holzingers informieren wollten. Zuvor wurde der jetzige Memminger Oberbürgermeister von seinen Genossinnen und Genossen ins rechte Licht gerückt. In Grußworten äußerten sich verschiedene SPD-Vertreter. So deutete Hans-Martin Steiger als Vertreter der SPD-Stadtratsfraktion den guten Besuch der Veranstaltung als Ausdruck der Wertschätzung Holzingers. Dieser bedankte sich in seiner Rede für das Kommen und erläuterte seine wichtigsten Ziele für den Fall, dass er als Oberbürgermeister wieder gewählt werden würde. Ein Grund für seine erneute Kandidatur sei auch, dass sich Memmingen durch die Wirtschaftskrise in einer schwierigen Situation befinde. »Die gute Politik der letzten Jahre will ich ordentlich und sinnvoll fortführen«, so Holzinger. Er ging im Detail auf die maßgeblichen Punkte seiner zukünftigen Politik ein. Im Mittelpunkt stehe dabei, die Zukunft Memmingens zu stärken. Dabei sei es äußerst wichtig, weiter dafür zu sorgen,dass sich Wirtschaftsunternehmen in Memmingen ansiedeln. Deshalb werde man auch den Flächennutzungsplan im Memminger Norden erweitern. Auch in Sachen »Perspektive Memmingen« müsse es weiter gehen. Immerhin seien in seiner Amtszeit, in der auch das Projekt gestartet wurde, schon 80 Prozent aller Forderungen erfüllt worden. »Ein großer Teil meiner zukünftigen Arbeit wird das Thema Wohnen einnehmen. Im Bahnhofsviertel muss dringend was gemacht werden. Wir sind dabei auf einem guten Weg. Auch werden wir den Zugang zum Memminger Osten über die Unterführung am Bahnhof neu gestalten«, so der jetzige Oberbürgermeister. Die finanzielle Entwicklung der Stadt sieht der Kandidat positiv. »Wir haben in meiner Amtszeit gut gehaushaltet. Hätten wir jede Forderung erfüllt, könnten wir uns in einer der schwersten Krise der Finanzwelt sicherlich weit weniger leisten. Über eine Investition in Bildung, wie dies der Neubau der Realschule darstellt, würde nicht einmal diskutiert werden«, so Holzinger. Er gibt als Ziel für eine Haushaltskonsolidierung das Jahr 2015 aus. »Bis dahin will ich soweit sein, dass wir keine nicht-rentierlichen Schulden mehr aufnehmen müssen.« Am Schluss seiner Ausführungen zeichnete Holzinger das Bild einer Stadt, wie er sie sich wünschen würde. »Für mich ist eine Stadt mehr als ein Wirtschaftsunternehmen. Memmingen ist und muss noch mehr ein Ort werden, in dem Alt und Jung, verschiedenste Gruppen, einfach alle Bürger friedlich zusammenleben. Dafür will ich mich einsetzen«.
Die anschließende Wahl zum OB-Kandidaten der Memminger SPD war nur noch Formsache, trotzdem gaben von den 75 Stimmberechtigten alle ihre Stimme Holzinger. Für ihn und die SPD ein ausgesprochen guter Start in den Wahlkampf.